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Wichtig bei der Beurteilung
des Erfolges von Mitarbeiterbefragungen sind im Wesentlichen auch Dinge,
die im Vorfeld nur bedingt beeinflussbar sind. Es sind dies die Antwortrate
(Beteiligung) und die Antwortqualität.
Vor allem im Hinblick auf diese Punkte sollte man
bei der Überlegung, eine Befragung online durchzuführen verschiedene
Dinge bedenken:
- Ein wichtiges Kriterium für eine hohe Beteiligung
ist eine für die Mitarbeiter objektiv erkennbare
Anonymität bei der Durchführung. Bei Online-Befragungen
sind oft generelle Bedenken dahingehend vorhanden, dass eine Rückverfolgung
eines Besuchers einer Internet-Seite und Verfolgung seines Antwortverhaltens
möglich sind (z. B. durch Logfiles, individuelle Passwörter
um Mehrfach-Teilnahmen zu verhindern, Spyware, etc.). Dies trifft vor
allem bei Nutzung am Arbeitsplatz zu. Diese vorhandenen Bedenken und
Ängste auszuräumen ist fast nicht möglich.
- Die Akzeptanz verschiedener Kommunikationswege bei Befragungen
stellt u. a. eine Befragung von Mitgliedern der »National Association
of Science Writers« dar. Hier wurden die Möglichkeiten angeboten,
entweder per Internet-Formular, per eMail oder postalisch zu antworten.
15,3% der Teilnehmer antworteten online,
14,3% per eMail und 70,4%
postalisch. Die Akzeptanz ist also im Allgemeinen auf schriftlichem
Wege am größten, da die notwendige Anonymität hier am
transparentesten dargestellt und realisiert werden kann.
- Durchschnittliche Antwortquoten liegen bei Online-Befragungen
bei ca. 48% bis 68%, bei Offline-Umfragen bei ca. 52% bis 80%.
- Da viele Mitarbeiter nicht bereit sind, am Arbeitsplatz
an einer Befragung teilzunehmen (zum einen aus oben bereits genannten
Gründen, zum anderen haben sie zuhause z. B. auch mehr Ruhe und
können zeitlich flexibler agieren), müssen auch dort bestimmte
technische Voraussetzungen für die
Teilnahme erfüllt werden (Browser, Firewalls, Java-Technologie,...).
- Auch ist zu bedenken, dass noch nicht in jedem Haushalt
ein PC vorhanden ist.
- Eine gewisse Affinität zum Medium Internet muss
vorhanden sein.
- Eine schriftliche
Befragung hat zudem, vor allem dadurch, dass
sie den Mitarbeitern postalisch incl. eines Anschreibens der Geschäftsleitung/
des Vorstandes nach Hause geschickt wird, einen deutlich
höheren Stellenwert für die Mitarbeiter.
Einen negativen Einfluss auf die Qualität
der Antworten haben vor allem folgende Tatsachen:
- Eine Online-Befragung wird eher und häufiger hinausgeschoben,
als ein auf dem Schreibtisch liegender Fragebogen.
- Es werden häufiger Fragen
übersprungen, als bei Papier-Fragebögen.
- Bildschirmbasierte Darstellungen werden flüchtiger
wahrgenommen und
- es sind viele Abbrüche
während der Befragung zu verzeichnen, wenn im Umfeld gerade etwas
„wichtiges“ passiert.
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